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AI Max und Power Pack: Google Ads 2026 für Unternehmen

16. April 2026 · Ing. Josef „Sepp“ Widy

Luftaufnahme der Wiener Innenstadt mit Stephansdom in der Abendsonne. Bild: KI-generiert

Google baut Google Ads seit 2025 konsequent um KI-gestützte Kampagnen herum. Unter dem Namen „Power Pack“ fasst Google drei Lösungen zusammen: Performance Max, AI Max für Suchkampagnen und Demand Gen. Für Unternehmen heißt das weniger manuelle Detailsteuerung, dafür mehr Gewicht auf gute Daten, klare Ziele und die richtigen Grenzen für die Automatisierung.

Dieser Beitrag erklärt, was hinter AI Max und dem Power Pack steckt, welche Kontrollen Sie behalten und wie Sie AI Max sinnvoll testen.

Kurz zusammengefasst: Was ist AI Max in Google Ads? Eine Funktion für Suchkampagnen, die mit KI zusätzliche passende Suchanfragen findet, Anzeigentexte anpasst und auf die passendste Seite Ihrer Website leitet. Sie funktioniert nur mit Conversion-Tracking und Smart Bidding gut. Wichtig sind Ausschlüsse für Marken und URLs sowie ein klarer Test.

Was das Power Pack von Google ist

Das Power Pack fasst drei KI-gestützte Kampagnenlösungen zusammen: Performance Max, AI Max für Suchkampagnen und Demand Gen.

Google hat das Power Pack auf der Google Marketing Live am 21.05.2025 vorgestellt. Es besteht aus Performance Max, AI Max für Suchkampagnen und Demand Gen und soll Kampagnen über die Google-Suche, YouTube und weitere Google-Dienste hinweg verbinden (Google Ads-Hilfe). Es ist kein Paket, das man kauft, sondern eine Bezeichnung für diese drei Lösungen.

  • Performance Max: eine Kampagne für alle Google-Kanäle, gesteuert über Ziele und Assets.
  • AI Max für Suchkampagnen: KI-Funktionen innerhalb klassischer Suchkampagnen.
  • Demand Gen: Anzeigen mit Bildern und Videos auf YouTube, in Discover, in Gmail und im Displaynetzwerk.

AI Max für Suchkampagnen: drei Funktionen

AI Max erweitert Suchkampagnen um drei Funktionen: zusätzlichen Suchanfragen-Abgleich, angepasste Anzeigentexte und passendere Zielseiten.

AI Max ist keine eigene Kampagnenart, sondern eine Einstellung in Suchkampagnen. Google beschreibt drei Funktionen, die Sie einzeln nutzen können (Google Ads-Hilfe):

Suchanfragen-Abgleich

Die Kampagne zeigt Anzeigen auch für Suchanfragen, die nicht exakt Ihren Keywords entsprechen, aber zu Ihrem Angebot und Ihrer Website passen. Das funktioniert ähnlich wie weitgehend passende Keywords und nutzt zusätzlich Inhalte Ihrer Website und Ihrer Anzeigen. Ein Installateur, der auf „Badsanierung Wien“ bucht, kann so auch bei „barrierefreies Bad umbauen 1190“ erscheinen.

Textanpassung

Google erstellt auf Basis Ihrer Website, Ihrer Zielseiten, bestehender Anzeigen und Keywords zusätzliche Anzeigentitel und Beschreibungen, die besser zur jeweiligen Suchanfrage passen. Mit Textrichtlinien können Sie Begriffe ausschließen, die nicht vorkommen sollen, etwa Preisversprechen oder Superlative.

Final-URL-Erweiterung

Statt immer auf dieselbe Seite zu leiten, kann Google Nutzer auf die Seite Ihrer Website schicken, die am besten zur Suchanfrage passt. Das setzt voraus, dass Ihre Website für jede Leistung eine eigene, gute Seite hat; Seiten wie Impressum, Karriere oder alte Aktionen sollten Sie ausschließen.

Kontrolle behalten: Ausschlüsse und Voraussetzungen

Mit Marken- und URL-Ausschlüssen, Textrichtlinien und dem Suchbegriffsbericht behalten Sie bei AI Max die Kontrolle über Ihre Werbung.

Automatisierung heißt nicht, die Kampagne sich selbst zu überlassen. Laut Google-Hilfe stehen unter anderem diese Kontrollen zur Verfügung (Google Ads-Hilfe):

  • Marken einschließen oder ausschließen, auf Kampagnen- und Anzeigengruppenebene
  • URLs ausschließen (Kampagne) oder gezielt einschließen (Anzeigengruppe)
  • Textrichtlinien mit ausgeschlossenen Begriffen
  • Suchanfragen-Abgleich je Anzeigengruppe ein- oder ausschalten

Wichtig ist die Voraussetzung: Google schreibt, dass Suchanfragen-Abgleich, Final-URL-Erweiterung und Textanpassung auf Conversion-basierte Smart-Bidding-Strategien angewiesen sind. Ohne sauberes Conversion-Tracking fehlt der KI die Grundlage, gute von schlechten Anfragen zu unterscheiden. Prüfen Sie außerdem regelmäßig den Suchbegriffsbericht und schließen Sie unpassende Begriffe aus; mehr dazu im Beitrag Google Ads Streuverlust vermeiden.

Grafik: Das Power Pack von Google Ads mit Performance Max, AI Max und Demand Gen
Grafik: sem-seo.wien, Stand 07.10.2026

Demand Gen: Nachfrage wecken, bevor gesucht wird

Demand Gen zeigt Bild- und Videoanzeigen auf YouTube, in Discover, in Gmail und im Displaynetzwerk, also bevor jemand aktiv sucht.

Während Suchanzeigen auf bestehende Nachfrage reagieren, zielt Demand Gen darauf ab, Interesse zu wecken: Die Anzeigen erscheinen laut Google auf YouTube, einschließlich Shorts, in Discover, in Gmail und im Google Displaynetzwerk (Google Ads-Hilfe). Für Unternehmen mit erklärungsbedürftigen oder visuell starken Leistungen ist das eine sinnvolle Ergänzung zur Suchkampagne, etwa für eine Küchenplanung, eine Hochzeitslocation oder ein neues Angebot, nach dem noch kaum jemand sucht.

Demand Gen braucht gute Bilder und kurze Videos. Wie KI dabei helfen kann, zeigt der Beitrag Google Ads KI Video 2026.

Für wen sich AI Max lohnt und wie Sie testen

AI Max lohnt sich, wenn Conversion-Tracking sauber läuft, genug Daten anfallen und Sie den Test mit klaren Zielen und Ausschlüssen begleiten.

Google gibt an, dass Werbetreibende mit AI Max typischerweise 14 % mehr Conversions oder Conversion-Wert bei ähnlichem CPA oder ROAS erzielen (Google Ads-Hilfe). Das ist eine Durchschnittsangabe von Google, keine Zusage für Ihr Konto. Für kleine Budgets mit wenigen Conversions im Monat ist die Datengrundlage oft dünn; dann lohnt sich zuerst ein sauberes Konto mit klarer Kampagnenarchitektur.

  1. Conversion-Tracking prüfen: Werden echte Anfragen und Verkäufe gezählt?
  2. Ziel festlegen, etwa einen Ziel-CPA oder Ziel-ROAS.
  3. AI Max in einer Kampagne testen, Marken- und URL-Ausschlüsse vorher setzen.
  4. Nach vier bis sechs Wochen vergleichen: Kosten pro Anfrage, Qualität der Anfragen, Suchbegriffe.
  5. Erst bei gutem Ergebnis auf weitere Kampagnen ausweiten.

Wie Sie Ziel-CPA und Ziel-ROAS seit den Änderungen im August 2026 richtig einsetzen, beschreibt der Beitrag Ziel-CPA und Ziel-ROAS in Google Ads.

Fazit

AI Max und das Power Pack bringen mehr Reichweite durch KI, Gewinn entsteht aber erst mit gutem Tracking, klaren Zielen und Ausschlüssen.

Mit dem Power Pack stellt Google Performance Max, AI Max für Suchkampagnen und Demand Gen in den Mittelpunkt. AI Max erweitert Suchkampagnen um zusätzliche Suchanfragen, angepasste Texte und passendere Zielseiten. Das bringt zunächst mehr Reichweite, nicht automatisch mehr Gewinn. Gewinn entsteht, wenn Conversion-Tracking, Ziele, Zielseiten und Ausschlüsse sauber zusammenpassen. Testen Sie deshalb zuerst in einer Kampagne und weiten Sie erst bei guten Zahlen aus. Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, sprechen Sie mit unserer Google Ads Agentur Wien.

Häufige Fragen zu AI Max und Demand Gen

Eignet sich AI Max auch für kleine Werbebudgets?

Grundsätzlich ja, die KI braucht aber genügend Conversions, um zu lernen. Bei sehr wenigen Anfragen im Monat ist eine eng geführte Suchkampagne oft die bessere Grundlage.

Wie unterscheidet sich Demand Gen von klassischen Displayanzeigen?

Demand Gen setzt stärker auf Bild- und Videoformate auf YouTube, in Discover und in Gmail und nutzt KI für die Zielgruppenfindung. Laut Google sollen klassische Displaykampagnen nach und nach zu Demand Gen wechseln.

Sollte ich die Automatisierung komplett der KI überlassen?

Nein. Ausschlüsse, klare Ziele, gute Zielseiten und regelmäßige Kontrolle des Suchbegriffsberichts bleiben auch bei AI Max wichtig.

Muss ich AI Max nutzen?

Nein. AI Max ist eine Option für Suchkampagnen. Prüfen Sie in den Einstellungen Ihrer Kampagne, welche Funktionen aktiv sind, und schalten Sie nur ein, was Sie bewusst testen wollen.

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von Ing. Josef „Sepp“ Widy fachlich geprüft und freigegeben.

Autorenfoto von Ing. Josef „Sepp“ Widy

Über den Autor

Ing. Josef „Sepp“ Widy ist Gründer und Geschäftsführer der wohnderbar widy GmbH (sem-seo.wien) und unterstützt Wiener KMU bei lokalem SEO, Google Ads und KI-Sichtbarkeit.
Ing. Josef „Sepp“ Widy führt seit September 2000 als Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer die wohnderbar widy GmbH in Wien-Döbling. Der Wirtschaftsingenieur arbeitet seit 1987 in Marketing, Einkauf und Vertrieb und war unter anderem Franchisemanager für TEAM 7 und ChipsAway Österreich. Heute berät er Klein- und Einzelunternehmen in Wien und im Rheinland (Köln, Düsseldorf, NRW) zu SEO, Google Ads und KI-Sichtbarkeit (GEO/AEO).

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