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Google AI Overviews, ChatGPT Search und Perplexity: Welche KI-Suchmaschine für KMU-Sichtbarkeit zuerst zählt

25. September 2026 · Ing. Josef „Sepp“ Widy

Unternehmerin vergleicht an einem Holztisch in einem Wiener Altbaubüro Laptop und Smartphone. Bild: KI-generiert

Viele KMU stellen sich derzeit dieselbe Frage: Auf welche KI-Suchmaschine sollen sie setzen, Google AI Overviews, ChatGPT Search oder Perplexity? Wer KI-Suchmaschinen für KMU vergleicht, landet schnell bei Funktionslisten. Wichtiger ist eine andere Frage: Wo begegnen Ihre Kunden einer KI-Antwort, wenn sie kaufbereit sind? Dieser Vergleich zeigt, wo sich GEO für Ihre KMU-Sichtbarkeit zuerst lohnt.

Dieser Beitrag liefert keinen Funktionsvergleich. Er zeigt, welche Plattform für welche Branche und Kaufphase zuerst zählt, wie Sie begrenzte Zeit sinnvoll verteilen und warum Ratschläge aus englischsprachigen Studien für Österreich und Deutschland nur bedingt gelten. Wo wir einschätzen statt messen, sagen wir es dazu.

Kurz zusammengefasst: Welche KI-Suchmaschine zählt für KMU zuerst? Für die meisten lokalen und transaktionalen Betriebe sind es die KI-Übersichten in der Google-Suche, weil Google in Österreich rund 81 % der Suchen abwickelt. ChatGPT Search und Perplexity werden für erklärungsbedürftige Leistungen und B2B wichtiger. Messen Sie zuerst, dann verteilen Sie Ihre Zeit.

Aufgeschlagenes Notizbuch und Fachmagazine auf einem Holzschreibtisch. Bild: KI-generiert

Die falsche Frage, die KMU bei KI-Suchmaschinen stellen

Entscheidend ist nicht, welche Plattform besser ist, sondern welche Ihre Kunden im Moment der Kaufentscheidung tatsächlich nutzen.

Die meisten KMU fragen: Welche Plattform ist besser, ChatGPT oder Google? Die strategisch wichtigere Frage lautet: Welche Plattform bedient meine Kunden in dem Moment, in dem sie kaufbereit sind? Der Unterschied ist nicht sprachlich, sondern budgetkritisch.

Medienaufmerksamkeit und Reichweite klaffen auseinander. ChatGPT und Perplexity bestimmen viele Schlagzeilen, doch Google hielt im September 2026 in Österreich 80,84 % Marktanteil bei Suchmaschinen über alle Geräte, Bing folgte mit rund 11 % (StatCounter, 2026). Die Statistik misst klassische Suchmaschinen; KI-Assistenten wie ChatGPT sind darin nicht enthalten. Für KMU in Wien, Graz oder Linz, die lokale oder transaktionale Anfragen bedienen, ist das Verhältnis trotzdem eindeutig.

Innerhalb der Google-Suche wächst zugleich die Rolle der KI-Übersichten. Laut Alphabet-Chef Sundar Pichai hatten sie im Juli 2025 über zwei Milliarden monatliche Nutzer (TechCrunch, 2025). Wie stark die Klickrate klassischer Ergebnisse sinkt, wenn eine KI-Übersicht erscheint, hängt von Suchanfrage und Branche ab. Wer seine Inhalte für KI-Antworten aufbereitet, sichert sich deshalb auch in der Google-Suche ab. Was GEO von klassischem SEO unterscheidet, erklärt unser Beitrag SEO vs. GEO.

Drei Kategorien, nicht drei Konkurrenten

Google AI Overviews, ChatGPT Search und Perplexity bedienen unterschiedliche Situationen. Sie verdrängen einander nur zum Teil.

Der KI-Suchmarkt ist kein Dreikampf um dieselben Nutzer. Die drei großen Angebote arbeiten unterschiedlich, und das bestimmt, wo Sie ansetzen.

Google-Ökosystem: Reichweite in der normalen Suche

Google AI Overviews erscheinen direkt in der Google-Suche und bauen laut Google auf den normalen Ranking- und Qualitätssystemen auf (Google Search Central, 2026). Sie erreichen damit Menschen, die gar nicht bewusst eine KI nutzen, sondern einfach googeln. Für KMU heißt das: Die KI-Übersichten sind keine Zusatzoption, sondern Teil des Kanals mit der größten Reichweite.

ChatGPT Search beantwortet Fragen im Gespräch und zeigt die Quellen in einer eigenen Seitenleiste; die Ergebnisse stammen von Suchanbietern und Partnern (OpenAI, 2024). Belastbare Marktanteile für Österreich gibt es bislang nicht. Nach unserer Einschätzung liegt die Stärke bei erklärungsbedürftigen Fragen: Vergleiche, Dienstleistungsrecherche, Entscheidungen mit vielen Kriterien.

Perplexity: kleines Volumen, gründliche Recherche

Perplexity durchsucht bei jeder Frage das Web und zeigt Zitate mit Links zu den Originalquellen (Perplexity-Hilfe). Aktuelle Nutzerzahlen für Österreich liegen uns nicht vor. Wer die Plattform nutzt, will Quellen sehen; für B2B-Anbieter mit belegten Fachinhalten ist das eher ein Qualitäts- als ein Mengensignal.

Weitere Dienste wie You.com oder Brave spielen für die Planung kleiner Unternehmen nach unserer Einschätzung derzeit kaum eine Rolle. Kurze Antworten zur Einordnung finden Sie in unseren FAQ zu KI und GEO.

Welche Plattform für welche Branche und Kaufphase zuerst zählt

Lokale und transaktionale Anfragen laufen vor allem über Google; B2B und erklärungsbedürftige Leistungen gewinnen bei ChatGPT und Perplexity.

Die drei Kategorien erklären, was es gibt. Für KMU entscheidend ist: Wann trifft welche Plattform auf welchen Käufer? Die folgende Übersicht ist unsere Einschätzung, keine Messung, am Beispiel einer Wärmepumpe:

Kaufphase und erste Plattform, Beispiel Wärmepumpe (Einschätzung sem-seo.wien, Stand 09.10.2026)
KaufphaseTypische AnfrageErste Plattform
Orientierung„Wie funktioniert eine Wärmepumpe?“ChatGPT und Google
Vergleich„Wärmepumpe oder Gasheizung, was ist günstiger?“Google und ChatGPT
Entscheidung„Installateur Wärmepumpe Wien Favoriten“Google mit Maps und Unternehmensprofil

Lokale Dienstleister: Handwerk, Gastronomie, Gesundheit, Immobilien

Für diese Gruppe ist die Google-Suche der wichtigste Ort, auch mit KI-Übersichten. Anfragen wie „Installateur Wien“ oder „Zahnarzt Graz heute“ sind transaktional, oft mobil und standortgebunden. Hier zählen ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, klare Leistungsseiten und Bewertungen. Einen kompakten Einstieg bietet unser Beitrag SEO für Handwerker in Wien. ChatGPT und Perplexity spielen für solche Sofort-Anfragen nach unserer Einschätzung eine kleinere Rolle.

B2B-Dienstleister und Beratung: Recht, Steuer, IT

Hier verdienen ChatGPT Search und Perplexity mehr Aufmerksamkeit. Wer einen Steuerberater oder IT-Dienstleister auswählt, recherchiert gründlich und vergleicht Quellen. Wer in dieser Phase als zitierte Quelle erscheint, gewinnt Vertrauen vor dem ersten Kontakt.

E-Commerce und wissensintensive Branchen

Bei produktbezogenen Suchen am Handy greift vor allem Google, bei Vergleichsfragen gewinnen Dialogsysteme wie ChatGPT. Das spricht für zwei Schwerpunkte: saubere Produktdaten für Google und vergleichende, ehrliche Ratgeberinhalte. In Medizin, Technik und Finanzen nutzen Fachleute KI-Werkzeuge oft direkt im Arbeitsalltag; hier sind ChatGPT und Perplexity parallel zu berücksichtigen.

Die branchenübergreifende Grundregel: Wer noch keine klaren Leistungsseiten, keine sichtbaren Autoren und keine mobil optimierten Landingpages hat, beginnt bei Google. Diese Grundlagen helfen danach auch auf den anderen Plattformen.

Zeit verteilen und DACH-Besonderheiten beachten

Verteilen Sie Ihre GEO-Zeit nach Geschäftsmodell und messen Sie vorher. Studien aus den USA lassen sich nicht eins zu eins übertragen.

Beispielrechnung: 40 Stunden GEO pro Monat

Ein Beispiel, keine Messgröße: Ein lokales KMU mit 40 Stunden GEO-Kapazität im Monat könnte rund 60 %, also etwa 24 Stunden, in die Google-Grundlagen stecken: Unternehmensprofil, Leistungsseiten mit klaren Antworten, echte Fragen und passende strukturierte Daten. Die übrigen 40 % fließen in Autorität und Zitierfähigkeit: Fachartikel mit Quellen, Beiträge auf LinkedIn und Gastbeiträge in Fachmedien. B2B-Anbieter mit langen Entscheidungszyklen verschieben das Verhältnis eher zur zweiten Gruppe.

Dass Belege wirken, zeigt die GEO-Studie von Aggarwal und Kollegen: In ihrer Testumgebung verbesserten Zitate aus glaubwürdigen Quellen, ergänzte Statistiken und Quellenangaben die Sichtbarkeit in generierten Antworten um rund 27 bis 41 %, während Keyword-Stuffing sogar schadete (arXiv, 2024).

Vor der Verteilung steht die Bestandsaufnahme. Werkzeuge wie das AI Toolkit von Semrush oder der AI Tracker von Surfer zeigen, ob und wie Ihre Marke in KI-Antworten vorkommt; einen Überblick über Werkzeuge und geprüfte Preise gibt unser Beitrag zu den Vorteilen von Generative Engine Optimization. Ausgangslage und Wettbewerb bestimmen, ob 60 zu 40 passt oder ob Sie anders gewichten.

Warum englischsprachige GEO-Ratschläge für DACH-KMU nur bedingt gelten

Die meisten GEO-Studien stammen aus den USA oder Großbritannien. Ob dort beobachtete Nutzerprofile, etwa eine starke Nutzung von Perplexity durch Fachleute, auf Österreich und Deutschland zutreffen, ist durch lokale Studien bisher nicht belegt.

Dazu kommt die Sprache: Ein großer Teil der Texte im Web ist englisch, deutschsprachige Inhalte sind in den Trainingsdaten vermutlich schwächer vertreten. Wir halten es deshalb für wahrscheinlich, dass deutschsprachige Anbieter mehr eigene, belegte Inhalte brauchen, um als Quelle zu erscheinen. Eine Einordnung der Werkzeuge selbst bietet unser Vergleich der KI-Tools für Unternehmen.

Lokale Suchen bleiben Google-Terrain. Google Maps und das Google-Unternehmensprofil sind im Alltag tief verankert. Anfragen wie „Steuerberater Salzburg“ oder „Elektriker Wien“ beginnen nach unserer Einschätzung in der Regel in der Google-Suche, nicht bei ChatGPT.

Erste Schritte je Plattform: Was KMU sofort umsetzen können

Beginnen Sie bei Google mit klaren Antworten und sichtbarer Autorität, ergänzen Sie Fachinhalte für ChatGPT und Perplexity und messen Sie monatlich.

1MessenErscheint Ihre Marke schon in KI-Antworten, und wo stehen Mitbewerber?
2Google-BasisUnternehmens­profil, Leistungsseiten mit klaren Antworten, Autoren.
3ChatGPT und PerplexityBelegte Fachinhalte, Beiträge in Fachmedien, Crawler nicht aussperren.
4Monatlich prüfenKauffragen erneut testen und Inhalte nachschärfen.
Grafik: sem-seo.wien, Stand 09.10.2026

Google AI Overviews: erste Priorität für die meisten KMU

Für Google brauchen Sie keine neue Content-Strategie, sondern bessere Grundlagen. Google betont, dass für die KI-Funktionen kein besonderes Markup nötig ist; die Seite muss indexiert sein und mit Snippet erscheinen dürfen. Drei Maßnahmen:

  • Bestehende Seiten auf direkte Antworten umbauen: Fragen in Überschriften, klare erste Sätze, keine Fülltexte.
  • Autorität zeigen: benannte Autoren, Erfahrung, Quellen mit Jahr und Erwähnungen in Fachportalen.
  • Strukturierte Daten passend zum sichtbaren Inhalt einsetzen, etwa für Unternehmen, Leistungen und Produkte. Sie helfen bei Rich Results, sind für die KI-Übersichten aber keine Voraussetzung.

Technische Lücken schließen Sie vorher mit unserem SEO-Guide für Wien.

ChatGPT Search: zweite Priorität für B2B und erklärungsbedürftige Leistungen

Für ChatGPT Search zählen aktuelle, gut gegliederte Fachinhalte mit Autor und Datum. Achten Sie darauf, dass die Suchcrawler von OpenAI Ihre Website nicht per robots.txt aussperren, und bauen Sie Ihre Präsenz in gut verlinkten Fachportalen aus.

Perplexity: Priorität bei langen B2B-Entscheidungen

Perplexity zeigt seine Quellen offen. Fachinhalte mit klaren Quellenangaben, eigenen Daten und Studienbezug haben hier gute Chancen; Gastbeiträge in Fachmedien erhöhen die Zahl möglicher Anknüpfungspunkte.

Laufende Messung mit GEO-Tools

Prüfen Sie monatlich, ob Ihre Marke in KI-Antworten erscheint, welche Quellen konkurrieren und wo Mitbewerber genannt werden. Im kostenlosen 20-Minuten-Audit sehen wir uns gemeinsam an, wo Ihre Website heute steht. Ein ausführliches GEO-Audit zeigt, welche Plattform Ihre Domain bereits nennt, wo Lücken sind und in welcher Reihenfolge Sie vorgehen.

Fazit: Priorisierung schlägt Vollständigkeit

Kein KMU gewinnt, weil es alle drei KI-Plattformen gleichzeitig bespielt. Den größten Ertrag bringt der Fokus auf die Plattform, die Ihren Kunden im Kaufmoment begegnet. Für lokale und transaktionale Betriebe ist das 2026 die Google-Suche mit ihren KI-Übersichten; ChatGPT Search und Perplexity sind für B2B und erklärungsbedürftige Leistungen die zweite Stufe. GEO ersetzt SEO nicht, sondern baut darauf auf. Der erste Schritt ist Messen, dann Priorisieren, dann Umsetzen.

Häufige Fragen

Mit welcher KI-Suchmaschine sollte ein lokales KMU anfangen?

Mit der Google-Suche und ihren KI-Übersichten. Google hatte im September 2026 in Österreich rund 81 % Marktanteil bei Suchmaschinen; für lokale Anfragen kommen Maps und das Unternehmensprofil dazu. ChatGPT und Perplexity folgen, wenn die Grundlagen stehen.

Spielt Perplexity für B2B-Unternehmen eine Rolle?

Ja, als Ergänzung. Perplexity zeigt bei jeder Antwort seine Quellen. Wer belegte Fachinhalte veröffentlicht, kann dort als Quelle erscheinen, gerade bei gründlicher Recherche vor einer Auftragsvergabe. Aussagekräftige Nutzerzahlen für Österreich gibt es bisher nicht.

Wie viel Zeit sollte ein KMU für GEO einplanen?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Unsere Beispielrechnung geht von 40 Stunden im Monat aus; kleinere Betriebe können mit wenigen Stunden für Unternehmensprofil und die wichtigsten Leistungsseiten beginnen. Entscheidend ist, zuerst zu messen und dann gezielt nachzubessern.

Quellen

Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von Ing. Josef „Sepp“ Widy fachlich geprüft und freigegeben.

Autorenfoto von Ing. Josef „Sepp“ Widy

Über den Autor

Ing. Josef „Sepp“ Widy ist Gründer und Geschäftsführer der wohnderbar widy GmbH (sem-seo.wien) und unterstützt Wiener KMU bei lokalem SEO, Google Ads und KI-Sichtbarkeit.
Ing. Josef „Sepp“ Widy führt seit September 2000 als Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer die wohnderbar widy GmbH in Wien-Döbling. Der Wirtschaftsingenieur arbeitet seit 1987 in Marketing, Einkauf und Vertrieb und war unter anderem Franchisemanager für TEAM 7 und ChipsAway Österreich. Heute berät er Klein- und Einzelunternehmen in Wien und im Rheinland (Köln, Düsseldorf, NRW) zu SEO, Google Ads und KI-Sichtbarkeit (GEO/AEO).

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